Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen

Wir sind dankbar für die Bemühungen der Sächsischen Regierung, wie auch der Bundesregierung, alle Menschen gut durch die aktuelle Krise zu begleiten und abzusichern.
Doch trotz der noch laufenden Verhandlungen und der Unterstützung durch unsere Fachverbände wie den Paritaetischen Wohlfahrtsverband und die Lebenshilfe Bundesvereinigung wollen wir auch selbst aktiv werden und haben uns mit einem Brief an den Ministerpräsidenten von Sachsen, Herrn Michael Kretschmer, gewandt.

 
Wir haben ihn damit auf einige wichtige Punkte hingewiesen, die in der aktuellen Krise aus unserer Sicht noch dringend zu klären sind. Dies betrifft:

  1. die Gleichstellung der heilpädagogischen Kitas mit den Regel-Kitas,
  2. den Umgang mit der in Aussicht gestellten Corona-Sonderprämie für Pflegende,
  3. die Vereinfachung der Verfahren zur Sicherung sozialer Dienste, Einrichtungen und Träger.

 

Unser Hauptaugenmerk in diesem Brief liegt aber in der Forderung, den in der Pflege tätigen Menschen generell mehr Wertschätzung entgegen zu bringen.
Auch braucht es klare Konzepte gegen den Fachkräftemangel, der nicht erst in der aktuellen Krise die Probleme und Herausforderungen in der täglichen Arbeit erschwert.

 

Wir haben uns diesbezüglich nach der Landtagswahl 2019 schon einmal an den Ministerpräsidenten gewandt und haben in dem aktuellen Brief unsere damals aufgestellten Forderungen bekräftigt:
Wir fordern:

  • gleiche Vergütung für vergleichbare Tätigkeiten, besonders im Bereich der Pflege,
  • einen flächendeckenden Tarifvertrag für Soziale Arbeit mit einer Senkung der Regelarbeitszeit auf 35 Stunden bei gleichbleibendem Lohn, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen,
  • "Zeit für Menschlichkeit" in sozialen Berufen - Kostensatzverhandlungen müssen auch unter diesem Blickwinkel geführt werden,
  • die Möglichkeit zum Aufbau einer Risikovorsorge.

 

Der Ministerpräsident hat unseren Brief an das Sozialministerium weitergeleitet. Wir sind gespannt auf die Antwort von Sozialministerin Frau Köpping.
Den Brief können Sie gern in voller Länge hier nachlesen.

 

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